Eine Liebeserklärung an den Westerwald
„Bis ich einst nicht mehr bin“
Dietmar Gerharz ist ein Westerwälder Urgestein – ein herzensguter Mensch, der die Tradition der „Wäller Mundart“ erhält, Geschichten auf Platt schreibt, im Männerchor singt und der die Kultur seiner Heimat-Region Zeit seines Lebens in zahlreichen Vereinen und in der Kommunal-Politik tatkräftig unterstützt hat. Inspiriert von einem Lied, dass er in Südengland hörte, hat er eine Liebeserklärung an seine Heimat geschrieben.
Sein Sohn, Prof. Dr. Elmar Gerharz hat den Text gemeinsam mit Markus Fischer und vielen Musikern vertonen, und mit einem emotionalen Fim versehen lassen: Ein Mann steht auf dem Köppel – sein Blick schweift über Wälder und Wiesen, über das sanfte Auf und Ab des Westerwaldes. Hier ist Weite – und zugleich Verwurzelung. Der Film „Bis ich einst nicht mehr bin“ erzählt genau davon: von Heimat, von Beständigkeit und von der stillen Kraft einer Region, die nicht laut sein muss, um zu wirken. Entstanden ist das Lied als deutsche Fassung der kornischen Hymne „Cornwall My Home“. Die Musik verbindet Cornwall, Amrum und schließlich den Westerwald – und findet hier ihren kulturellen Höhepunkt in Höhr-Grenzhausen, der UNESCO Creative City of Crafts & Folk Art.
Und Heimat ist da, um gelebt zu werden.
„Bis ich einst nicht mehr bin“
Eine Liebeserklärung an den Westerwald
Urheber: Harry Glasson GB Cornwell
Deutscher Text: Dietmar Gerharz
Regie: Prof.Dr. Elmar Gerharz
Film: Yves Otterbach Ambitious Film
Gesang: Max Fischer und Melanie Föllbach
Akkordeon: Patrick Bühler
Orgel: R.P. Schwickert Gesang
Refrain: Helmut Tromm (Kammersänger und Ehrenmitglied des Schleswig Holsteinischen Landestheater)
Gesang: Danylo Matviienko (Semperoper Dresden) MGV Höhr Grenzhausen
Drehorte: Köppel im Westerwald, Höhr-Grenzhausen, Grenzau, Keramikmuesum Westerwald, Kirche St. Peter und Paul in H-G, Schilz Keramik und Brunnenstraße.
Weißes Gold aus der Erde
Wenn im Lied vom „schneeweißen Gold“ gesungen wird, ist der Ton gemeint – der Westerwälder Ton. Seit Jahrhunderten prägt er Landschaft und Menschen. Aus ihm entsteht das, was die Region weltbekannt gemacht hat: Westerwälder Steinzeug. Im Keramikmuseum Westerwald wird sichtbar, wie tief dieses Handwerk in der Geschichte verwurzelt ist. Und in den Werkstätten lebt es bis heute weiter – in schlichten Gefäßen, in zeitgenössischer Keramikkunst, in Alltagsgegenständen mit Seele.
Keramik ist hier kein Dekor – sie ist Identität. Der Ton wird aus der Erde geholt, geformt, gebrannt – erst durch das Feuer erhält er seine endgültige Gestalt. Vielleicht liegt gerade darin ein Sinnbild für diese Region: Beständigkeit entsteht durch Wandlung.
Kultur, die verbindet
Gedreht wurde der Film unter anderem auf dem Köppel, in Grenzau, im Keramikmuseum und in der Kirche St. Peter und Paul. Die Musik vereint Stimmen aus verschiedenen Regionen und Ländern – und wird doch zu einer ganz persönlichen Liebeserklärung an den Westerwald. Wer den Westerwald besucht, begegnet nicht nur Natur und Ruhe, sondern einer lebendigen Kulturlandschaft. Zwischen Waldwegen und Werkstätten, zwischen Tradition und zeitgenössischer Gestaltung entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit.








