Rheinromantik im Mittelrheintal

Breit zieht er sein Band durch die idyllische Landschaft, vorbei an trutzigen Burgen und märchenhaften Schlössern: der Rhein. Und es scheint, als wäre er nirgends schöner als im Mittelrheintal – immerhin UNESCO-Weltkulturerbe. Seit Jahrtausenden ist der Rhein einer der wichtigsten Verkehrswege zwischen Nord und Süd, mal ist er Grenze, mal Brücke zwischen Kulturen, einerseits natürlich ausgeformt, andererseits durch Menschen gestaltet. Hochrangige Baudenkmäler und schmale Uferleisten mit zusammengedrängten malerischen Ortschaften, steil hinaufragende Weinhänge und darüber auf den Felsvorsprüngen aufgereihte Höhenburgen inspirieren seit jeher Dichter und Lyriker wie Heinrich Heine, und prägen den Begriff der Rheinromantik.

Ein Kneipp- und Luftkurort findet sich auch am Rhein wieder. Die Stadt Vallendar wird durch alte Burghäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert geprägt. Fährt man die Straßen durch Vallendar hinauf auf den Berg, erreicht man den 1899 erbauten Kaiser-Friedrich-Turm. Von hier aus hat man einen spektakulären Blick über das Rheintal bis in die Eifelberge. Zur Gemeinde Vallendar zählt auch die einzige bewohnte Flussinsel Deutschlands - Niederwerth.